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Die Freien Wähler Ebern boten eine Erkundungstour zur Power-to-Gas Anlage in Haßfurt an. Betreiber sind die Stadtwerke Haßfurt. Da das Thema regenerative Energie und deren Nutzung uns alle sehr beschäftigt und beschäftigt hat, sahen wir uns unter fachkundiger Anleitung von Geschäftsführer Norbert Zösch die Anlage an und konnten uns eine umfassende Meinung bilden.

Zunächst zeigte uns Herr Zösch anhand einer Powerpoint Präsentation die betriebswirtschaftlichen Fakten der Anlage, die Überwachungs- und Steuerungsfunktionen sowie die vernetzten Projekte zur regenerativen Energiegewinnung welche unter der Verantwortung der Stadtwerke betrieben werden. Ebenso konnten wir Einblick in das Energieversorgungskonzept des Neubaugebietes Osterfeld II mittels KWK Nahwärme nehmen.

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Kernpunkt war jedoch die Power-to-Gas Anlage mit der aus Wind quasi Wasserstoff gewonnen wird. Also der „überschüssige Windstrom“ aus dem Bürgerwindpark Sailershäuser Wald mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff „gespalten“ wird um den Wasserstoff als Energieträger speicherbar zu machen.

Vor allem im Bezug auf die geplanten und nun aus unserer Sicht glücklicherweise nicht realisierbaren Windräder im Bürgerwald, war es uns ein Anliegen zu zeigen, dass wir die Windenergie nicht prinzipiell ablehnen. Das war nicht unsere Absicht und wäre auch fahrlässig. Vielmehr ging es um uns bei der Ablehnung mehr um die Argumente, die sich ja auch bei der Naturschutzbehörde durchgesetzt haben und die schließlich dazu führten, dass keine Projektierung der Windräder am geplanten Standort stattfinden durfte.
Das Power-to-Gas-Verfahren scheint uns ein schlüssiges Verfahren zu sein um überschüssigen Strom der Windräder (falls es den geben sollte) umzuwandeln in Wasserstoff, der dann in die Gasnetze eingespeist wird. Dieses Verfahren wurde uns dann ausführlich bei der Besichtigung der Anlage vor Ort erläutert. Siemens produziert diese Anlagen in Serienreife zum Verkauf in Deutschland, Europa- und Weltweit.

Die zahlreichen Begleiter unserer Freien Wähler Ebern waren beeindruckt von der Führung.
Beim anschließenden gemeinsamen Essen in Krum wurde noch einmal differenziert über das Verfahren und die Windenergie diskutiert. Es ist eben nicht so, wie es uns aus anderen politischen Lagern in Ebern untergejubelt werden sollte, dass wir nach dem St.-Florians-Prinzip die Windkraft abgelehnt haben. Vielmehr haben wir eine sehr differenzierte Meinung zu diesem Thema. Vor allem der Zusammenhalt und die gute Kommunikation der Projektierungsgegner im Stadtrat über die Fraktionen hinweg macht uns Mut für zukünftige, strittige Entscheidungen des Stadtrates, gemäß unserem damaligen Wahlkampfmotto: Richtige Mehrheiten schaffen!

Philipp Arnold, Thomas Limpert, Rüdiger Ebert